Programm



„Die Wirbelsäule von Amerika wird von den andinen Cordilleren gebildet, gegenwärtiger magnetischer Pol des Planeten.

Ungefähr 1000 Jahre vor Christus blühte in Peru, genauer gesagt an den Berghängen der weißen Cordilleren (Callejón de Conchucos, Departemento Ancash) in 3800 m Höhe über dem Meeresspiegel, durchzogen von den
Flüssen Mosna und Wacheqsa, eine große Zivilisation, die heute 'Chavin de Huantar' genannt wird.

So wurden völlig aus Stein Marktplätze, Portale und sogar Treppen erbaut,
auf denen Pyramiden errichtet wurden, sowie ein Netz aus heiligen unter­irdischen Räumen, die durch Gänge miteinander in Verbindung standen und
mit erfinderischer Beleuchtung und Belüftung ausgestattet wurden.

Im Inneren von einem dieser heiligen Räume fügten sie im Boden einen
großen Monolithen von 5m Höhe ein, der allgemein 'El Lanzon' genannt
wurde, als Zeichen der schamanischen Axis mundi.
In diesem religiösen
Zentrum hat sich eine ganze Kultur gestaltet, die auf dem rituellen Gebrauch
von San Pedro basiert. Es wurde ein runder Tempel errichtet, wo Astrologen,
Priester, Orakel und das ganze Volk hingingen um die 'schamanischen Flüge'
zu lernen, dank dem Geist der heiligen Pflanze.

Die Beweise befinden sich dort, dargestellt und eingraviert in ihren Kunst­werken, in jenen ausführlich bearbeiteten Steinen, poliert und im Relief
gearbeitet, ebenso in ihren Stoffen und Keramiken. Jede geschnitzte Ikone
ist eine Botschaft der Liebe und des Wissens, sind Zeugnisse, die uns von
ihrer Kosmovision erzählen und von ihrer metaphysischen Weisheit.

Chavin de Huantar war und ist das spirituelle und energetische Zentrum der andinen Welt. Kulturen wie Nasca, Paracas, Mochica, etc., die als Nach­kommenschaft in unserer heiligen Geographie blühten, erbten die verehrte Pflanze und ihre Rituale.“

Aus dem Buch „Chaman“ von Kuntur